Dass ich ein Fan von handgesiedeter Seife bin und damit nicht nur die Hände, sondern auch den Körper und die Haare wasche, ist den meisten nicht ganz neu, auch wenn im nicht so an Naturkosmetik interessierten Freundeskreis häufig skeptisch geschaut wird. Meine inzwischen überaus weiche, gepflegte Haut (im Gegensatz zu der fleckig-rot-trockenen Haut von vor der Seifenzeit) spricht allerdings Bände für die Verwendung von Körperseifen. Und die absolut besten Seifen, die ich je benutzen durfte, möchte ich heut vorstellen.
Sie alle stammen aus der Seifenküche von Lavarie, die nicht nur einen tollen Blog betreibt, wo sie häufig ihr Rühr- und Siedewissen großzügig teilt (vielen Dank dafür immer wieder!), sondern auch einen wunderbaren Shop hat: Lavarie - Traditionelle Seifensiederei
Wie man sieht, kann man im Shop vegane, palmölfrei, allergenfreie und andere Seifen nach speziellen Wünschen sortiert aussuchen oder einfach stöbern. Das Ökoherz freut sich über diese Auswahl definitiv! Auch die Themenseifen aus der Mythologie finde ich grandios, zeigen sie doch besonders gut, wie viel Kreativität und Herzblut Lavarie in ihre Seifen steckt. Aus dieser Rubrik habe ich zunächst die Green Man ausprobiert, auf die ich so neugierig war, dass es leider kein Foto mehr gab, ehem (und dabei ist sie wirklich wunderschön!). Der Duft ist frisch und grün, wie ein Waldspaziergang nach einem Sommerregen und die Seife pflegt unheimlich toll. Ich finde die Seife sehr unisex und hätte sie durchaus mit meinem Freund geteilt, wäre der nicht so ein Banause, der auf penetrant "männlich" duftendes Duschgel steht. ;)
Auch aus der Mythenseifenreihe ist Lakshmi, eine Sojamilchseife. Diese soll nach Lotus duften, da diese Blüte der indischen Göttin der Schönheit und Fülle, Lakshmi, geweiht ist. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie Lotus duftet, aber die Seife riecht sehr feminin, süß und pudrig, weder zu aufdringlich noch zu dezent. Die Seife ist unheimlich cremig, wofür wohl die Sojamilch sorgt (merke: damit muss ich auch mal sieden!) und macht babyzarte Haut, sodass auch sie mich begeistert hat.
Ebenfalls eine Pflanzenmilchseife, diesmal aber mit Mandelmilch, ist die Süße Sünde. Auch diese macht einen tollen, cremigen Schaum und ein schönes Hautgefühl. Der Duft ist was für Naschkatzen, er erinnert mich sehr an Lumumba (heißer Kakao mit Amaretto und Sahne), ideal wenn man nach einem kalten Regentag unter die heiße Dusche hüpft.
Außerdem probiert habe ich noch Duschbutter - zum ersten Mal! Duschbutter ist besonders pflegend und meine Variante hatte dazu noch einen sehr erfrischenden, belebenden Zitrusduft. Leider hat sie in der Dusche wirklich arg rumgesaut, weil viele Rückstände über blieben. Für die Haut toll, für den Rücken angesichts des häufigen Schrubbedarfs nicht ideal. ;) Das ist aber immerhin der erste und einzige Kritikpunkt, den ich an Lavaries Seifen gefunden habe, sonst war ich restlos hin und weg und wünschte, ich würde auch solche Traumstücke sieden können, aber das dauert wohl noch ein paar Jährchen!
Fazit: Besonders die Pflanzenmilchseifen sind für mich unvergleichlich cremig und sinnlich im Waschgefühl und haben meine trockene, schuppende Haut wunderschön weich und gepflegt zurückgelassen und für Weihnachten stehen sie schon auf meinem Wunsch- und Verschenkzettel.
Dienstag, 13. August 2013
Samstag, 20. Juli 2013
Vegane Deocreme einfach selbst rühren
Die Deo-Frage war für mich lange Zeit eine sehr schwierige - ich schwitze nicht extrem viel, aber nach einem Sprint, um Bus oder Bahn zu erreichen, folgt dann doch der Schweißausbruch und bei Temperaturen wie den aktuellen zerfließe ich schon, wenn ich nur in der Sonne rumstehe, ohne mich viel zu bewegen. Deosprays haben mir nie geholfen und ich finde es furchtbar, wenn jemand mit einem aufdringlich riechenden Deospray den Schweißgeruch zu überdecken versucht - das macht es in der Regel ja nur schlimmer, weil zu dem natürlichen Geruch noch ein penetrant künstlicher kommt, und beide gehen eine unheilige Stinkallianz ein.
Ich habe also immer einen Deoroller benutzt und dann auch meist richtige Chemiebomben, weil Naturkosmetik bei mir in diesem Bereich nicht gewirkt hat. Irgendwann wusste ich aber, so kann es nicht weitergehen. Die Debatte um Aluminiumsalze in Deos hatte mich beunruhigt - zwar ist es nicht bestätigt, dass ebenjene tatsächlich das Risiko von Brustkrebs und Alzheimer erhöhen, da die Studien insoweit widersprüchliche Ergebnisse gezeigt haben. Aber Vorsicht ist besser als Nachsicht und es gibt doch fast immer eine Alternative.
Zuerst bin ich auf die Deocremes von Wolkenseifen aufmerksam geworden. Allerdings waren mir diese doch ein bisschen zu teuer dafür, dass ich keine Ahnung hatte, ob sie wirken würden. Also schaute ich mir die Inhaltsstoffe an, recherchierte ein bisschen und griff auf meine bewährte Methode zurück: do it yourself.
Fazit: Es funktioniert unerwartet prima (heißt: da müffelt nix, auch nicht bei Hitze oder nach dem Sport!), ist einfach, fix gemacht und günstig und gehört somit in mein festes Rührrepertoire.
Hier das Rezept:
(für eine geringe Probemenge könnt ihr 1 Teil als 1 Teelöffel umrechnen)
2 Teile Kokosöl oder Sheabutter oder eine Mischung aus beiden
1 Teil Natron
1 Teil Zinkoxid (gibt es sehr günstig in der Apotheke, für 20g zahle ich ein paar Cent, kann man aber sogar weglassen, denn auch dieser Wirkstoff ist nicht ganz unumstritten)
1 Teil Stärke
(nach Bedarf: Duft z.B. hautverträgliche ätherische Öle)
Ich habe - einer Idee folgend, die ich auf Beautyjagd gefunden habe - als Kokosöl mein Monoi Tahiti Ylang Ylang genommen, das nämlich schon wunderbarst duftet (Achtung: Das Monoi-Öl von Yves Rocher ist keine Alternative, da kein Kokosöl, sondern Erdöl und andere unschöne INCIs!). Wer seine Deos lieber frisch als blumig mag, kann beispielsweise mit Salbei (verstärkt die Wirkung des Deos auch noch) und Zitrone, Grapefruit und Co (als naturreine ätherische Öle oder kosmetikgeeignete Parfümöle) beduften.
1. Natron, Zinkoxid und Stärke mischen und fein mörsern, falls die Pulver noch nicht fein genug sind.
2. Das Öl/die Öle schmelzen, sofern sie nicht schon flüssig sind, dann zum Pulver geben und gut verrühren, sodass sich nichts am Boden absetzt.
3. Ggf. nach Wunsch beduften. Vorsicht, ätherische Öle nur tröpfchenweise dazugeben!
3. In saubere Döschen geben (falls man nicht schon in einem solchen gerührt hat).
Und schon ist es fertig!
Ich habe also immer einen Deoroller benutzt und dann auch meist richtige Chemiebomben, weil Naturkosmetik bei mir in diesem Bereich nicht gewirkt hat. Irgendwann wusste ich aber, so kann es nicht weitergehen. Die Debatte um Aluminiumsalze in Deos hatte mich beunruhigt - zwar ist es nicht bestätigt, dass ebenjene tatsächlich das Risiko von Brustkrebs und Alzheimer erhöhen, da die Studien insoweit widersprüchliche Ergebnisse gezeigt haben. Aber Vorsicht ist besser als Nachsicht und es gibt doch fast immer eine Alternative.
Zuerst bin ich auf die Deocremes von Wolkenseifen aufmerksam geworden. Allerdings waren mir diese doch ein bisschen zu teuer dafür, dass ich keine Ahnung hatte, ob sie wirken würden. Also schaute ich mir die Inhaltsstoffe an, recherchierte ein bisschen und griff auf meine bewährte Methode zurück: do it yourself.
Fazit: Es funktioniert unerwartet prima (heißt: da müffelt nix, auch nicht bei Hitze oder nach dem Sport!), ist einfach, fix gemacht und günstig und gehört somit in mein festes Rührrepertoire.
Hier das Rezept:
(für eine geringe Probemenge könnt ihr 1 Teil als 1 Teelöffel umrechnen)
2 Teile Kokosöl oder Sheabutter oder eine Mischung aus beiden
1 Teil Natron
1 Teil Zinkoxid (gibt es sehr günstig in der Apotheke, für 20g zahle ich ein paar Cent, kann man aber sogar weglassen, denn auch dieser Wirkstoff ist nicht ganz unumstritten)
1 Teil Stärke
(nach Bedarf: Duft z.B. hautverträgliche ätherische Öle)
Ich habe - einer Idee folgend, die ich auf Beautyjagd gefunden habe - als Kokosöl mein Monoi Tahiti Ylang Ylang genommen, das nämlich schon wunderbarst duftet (Achtung: Das Monoi-Öl von Yves Rocher ist keine Alternative, da kein Kokosöl, sondern Erdöl und andere unschöne INCIs!). Wer seine Deos lieber frisch als blumig mag, kann beispielsweise mit Salbei (verstärkt die Wirkung des Deos auch noch) und Zitrone, Grapefruit und Co (als naturreine ätherische Öle oder kosmetikgeeignete Parfümöle) beduften.
1. Natron, Zinkoxid und Stärke mischen und fein mörsern, falls die Pulver noch nicht fein genug sind.
2. Das Öl/die Öle schmelzen, sofern sie nicht schon flüssig sind, dann zum Pulver geben und gut verrühren, sodass sich nichts am Boden absetzt.
3. Ggf. nach Wunsch beduften. Vorsicht, ätherische Öle nur tröpfchenweise dazugeben!
3. In saubere Döschen geben (falls man nicht schon in einem solchen gerührt hat).
Und schon ist es fertig!
Mittwoch, 3. Juli 2013
Veganer NK-Sonnenschutz gesucht
Liebe LeserInnen,
ich brauche eine Empfehlung! Blass wie ich bin neige ich zu heftigem Sonnenbrand, sodass es an sonnigen Tagen unerlässlich ist, dass ich mich eincreme. Die Frage ist nur: womit? Ich habe unlängst ein Pröbchen vom neuen mineralischen Sonnenschutz von Lavera mitgenommen, weil mineralische Produkte ja so hochgelobt werden. Ich verteilte die pastige Creme auf meiner Haut - und verteilte, verteilte, verteilte - und war weiß. Kalkweiß, obwohl ich nur ein bisschen nahm und versuchte, es gut in die Haut einzumassieren. Ich dachte, gut, vielleicht muss es ja nur einziehen. Nach 45 Minuten war ich immer noch so weiß, dass ich auch in einem Kabuki-Theaterstück hätte auftreten können. Da ich aber in die Uni musste, wollte ich das Zeug abwaschen - was auch nach viel Rubbeln nicht ging. Mit einer Mischung aus Wasser, Peeling und Öl war ich den mineralischen Sonnenschutz endlich los - die Haut war jetzt allerdings rot statt weiß, hmpf.
Nachdem dieses Experiment also grandios gescheitert ist - hat jemand einen Tipp für eine gute, nicht-komedogene (da ich sie auch im Gesicht verwenden will) vegane NK-Sonnencreme?
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| *summ* Sunshine, Sunshine Reggae... |
Nachdem dieses Experiment also grandios gescheitert ist - hat jemand einen Tipp für eine gute, nicht-komedogene (da ich sie auch im Gesicht verwenden will) vegane NK-Sonnencreme?
Donnerstag, 27. Juni 2013
Sexismus-Bratwurst
In Natura habe ich sie noch nicht gesehen (ich treibe mich aber auch verständlicherweise nie nahe der Fleischauslage rum), aber dafür auf diversen Blogs und Seiten: Die sexistische Bratwurst, bzw. die Männer-Bratwurst und die Frauen-Bratwurst von Edeka (siehe hier: Offener Brief an Edeka). Ich habe in den letzten Monaten ja schon viel Dämliches beklagt - von dem pinken Ü-Ei für Mädchen bis hin zur rosa Frauenzone bei Media Markt, aber das ist wieder mal ein ganz spezieller Tiefpunkt. Die Frauenbratwurst (deren Packung ein muskulöser Typ für Wolkenhintergrund ziert) ist übrigens nicht nur wesentlich teurer als die für Männer, sie ist auch besonders mager, denn Frauen wollen ja alle schlank sein. Die für Männer (auf der Packung eine verruchte Frau vor Flammenhintergrund) ist dagegen deftig und kräftig, Männer müssen schließlich groß und stark sein und ihr Fleisch auch genießen. Die Packung für Frauen ist auch nur halb so groß wie die für Männer. Ach ja, das hatten wir ja schon, Frauen wollen ja dünn sein, deshalb ist die wesentlich kleinere Portion auch noch besonders mager.
Ganz abgesehen davon, dass in beiden Würsten eine Menge Tierleid steckt, sind die Geschlechterklischees, die hier wieder einmal bemüht und zementiert werden, einfach nur abscheulich.
Ganz abgesehen davon, dass in beiden Würsten eine Menge Tierleid steckt, sind die Geschlechterklischees, die hier wieder einmal bemüht und zementiert werden, einfach nur abscheulich.
Mittwoch, 19. Juni 2013
[Tag] 11 Bücherfragen
Jacy von Little Miss Head in the Clouds hat mich mit 11 Fragen zum Thema Bücher getaggt - und da ich sehr gern lese und ihre Fragen interessant finde, mache ich natürlich mit.
Die obligatorischen Regeln:
Tagger verlinken
Fragen beantworten
Selbst 11 Fragen ausdenken
10 Blogger mit unter 200 Lesern taggen (okay, so viele tagge ich wohl nicht)
Jacys Fragen an mich:
1.) Wie beginnst du ein neues Buch? Liest du zuerst den Klappentext, Infos über den Autor/ die Autorin, die letzte Seite oder die erste?
Früher habe ich total oft die letzten Seiten zuerst gelesen. Ich fand es oft viel spannender, schon zu wissen, wie etwas ausgeht, aber den Weg dorthin erst Stück für Stück zu erkunden. Einmal habe ich mich damit aber so bös gespoilert, dass ich das ganze Buch nicht mehr genießen konnte, dann habe ich es sein gelassen. Jetzt lese ich einfach von vorn bis hinten, allerdings nie den Klappentext, weil der oft mehr über das Buch sagt als ich wissen will.
2.) Was tust du, nachdem du die letzten Worte gelesen hast?
Wenn es ein gutes Buch war: inne halten. Mich wieder aus der Geschichte heraus ins Hier und Jetzt holen oder noch ein bisschen darin schwelgen. Ich zolle dem Buch dann meist mit einer mehrtätigen Lesepause Respekt, bevor ich das nächste beginne. Ehem, etwas seltsam, oder?
3.) DAS Buch deiner Kindheit?
Anton und der kleine Vampir von Angela-Sommer-Bodenburg,. Habe ich absolut geliebt, diese Geschichte über den jungen Vampir Rüdiger und seiner ungewöhnlichen Freundschaft mit einem Menschenjungen (vielleicht wurde ich deshalb als Teeni Grufti ^^).
4.) DAS Buch deiner Jugend?
Harry Potter von J. K. Rowling, ganz klar. Habe ich mit 11 zu lesen begonnen - und mich tierisch geärgert, als ich einsah, dass ich keinen Hogwarts-Brief bekommen würde. Ich habe die Bücher wirklich verschlungen, teilweise die ganze Nacht mit Taschenlampe unter der Decke gelesen, trotz Schule am nächsten Tag. Ich war verzaubert!
5.) Wenn du Bücher verschenkst, sind es dann solche, die du selbst gelesen und gemocht hast?
Nicht immer, das kommt auf den/die zu Beschenkende/n an. Mein Freund liebt beispielsweise Science Fiction, was nicht so meins ist. Daher erkundige ich mich meist bei SF-LeserInnen, was gut ist und ihm gefallen könnte. Wenn ich aber weiß, dass jemand einen ähnlichen Geschmack hat wie ich oder haben könnte, dann schenke ich auch gern, was mir persönlich schon gefallen hat.
6.) Das Angebot: 1.000 € für alle deine Bücher - ja oder nein?
Ich glaube, meine Bücher wären mehr wert, daher: nein.
7.) Nach welchen Kriterien nimmst du in der Buchhandlung Bücher aus dem Regal?
Wenn ich nichts Bestimmtes suche, sondern nur stöbere (was selten geworden ist), dann schaue ich nach einem ansprechenden Cover, das irgendwie anders ist und frei von Kitsch und Klischees. Dabei habe ich schon gute wie schlechte Erfahrungen gemacht.
8.) Deine drei Lieblingsbücher?
Waah, nur drei? Okay ... hm, ich sage mal spontan: "The Name of the Wind" von Patrick Rothfuss, weil es das Buch mit der wunderschönsten Sprache ist, das ich je gelesen habe und eine Art Harry Potter für Erwachsene, die "Sternenkrone" Reihe von Kate Elliott weil es - was selten in Fantasy ist - viele starke weibliche Hauptfiguren enthält und historisch sehr gut recherchiert ist und "Fool on the Hill" von Matt Ruff, weil es einfach cool und abgedreht ist.
9.) Gibt es ein Buch, das du richtig hasst? Wenn ja, warum?
Ich finde Bücher von Günter Grass so richtig schrecklich bis hin zu abstoßend. Ich bin ohnehin kein Fan der (Nach-)kriegsliteratur, aber bei Grass' Werken rollen sich mir von der Sprache bis hin zum Plot die Fußnägel hoch.
10.) Von welchem Genre besitzt du am meisten Bücher?
Fantasy, gefolgt von Klassikern. Ich brauche einfach meine Portion Eskapismus. ;)
11.) Sind deine Bücher sortiert? Wenn ja, wonach?
Ich bin ein Buchregalmessi. Teilweise stehen nichtmal Trilogien ordentlich nebeneinander, aber ich gelobe Besserung. Vielleicht sollte ich auch mal nach Farbe sortieren?
Und nun meine 11 Fragen an die Getaggten:
1) Wenn dir die ersten 100 Seiten eines Buches gar nicht gefallen, liest du es dennoch weiter?
2) Wie viele ungelesene Bücher stapeln sich bei dir?
3) Mit welchem Buchcharakter würdest du gern mal einen Kaffee/Tee/Wein trinken gehen und warum?
4) Welches Buch hast du am häufigsten gelesen?
5) Wie sieht dein Lesezeichen aus?
6) Wenn du für einen Tag in ein Buch steigen und in der Geschichte, der Welt des Buch leben könntest - welches würdest du wählen und warum?
7) Wolltest du selbst schonmal ein Buch schreiben?
8) Hörst du Musik beim Lesen oder brauchst du Stille?
9) Stört es dich, wenn dir jemand von einem Buch, das du noch nicht zu Ende gelesen hast, eine dramatische Wendung verrät?
10) Welches Buch sollte man deiner Meinung nach mal in der Schule durchgenommen haben?
11) Verrate mir ein Buch, das für dich ideale Sommerlektüre an einem Meeresstrand wäre und eines, das zu einem kalten Winterabend vor dem Kamin passt.
Ich tagge:
Prusse - Bibliomanie
Flauscheglitzerwelt
Athena
... und alle, die gern lesen und mitmachen möchten!
Die obligatorischen Regeln:
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10 Blogger mit unter 200 Lesern taggen (okay, so viele tagge ich wohl nicht)
Jacys Fragen an mich:
1.) Wie beginnst du ein neues Buch? Liest du zuerst den Klappentext, Infos über den Autor/ die Autorin, die letzte Seite oder die erste?
Früher habe ich total oft die letzten Seiten zuerst gelesen. Ich fand es oft viel spannender, schon zu wissen, wie etwas ausgeht, aber den Weg dorthin erst Stück für Stück zu erkunden. Einmal habe ich mich damit aber so bös gespoilert, dass ich das ganze Buch nicht mehr genießen konnte, dann habe ich es sein gelassen. Jetzt lese ich einfach von vorn bis hinten, allerdings nie den Klappentext, weil der oft mehr über das Buch sagt als ich wissen will.
2.) Was tust du, nachdem du die letzten Worte gelesen hast?
Wenn es ein gutes Buch war: inne halten. Mich wieder aus der Geschichte heraus ins Hier und Jetzt holen oder noch ein bisschen darin schwelgen. Ich zolle dem Buch dann meist mit einer mehrtätigen Lesepause Respekt, bevor ich das nächste beginne. Ehem, etwas seltsam, oder?
3.) DAS Buch deiner Kindheit?
Anton und der kleine Vampir von Angela-Sommer-Bodenburg,. Habe ich absolut geliebt, diese Geschichte über den jungen Vampir Rüdiger und seiner ungewöhnlichen Freundschaft mit einem Menschenjungen (vielleicht wurde ich deshalb als Teeni Grufti ^^).
4.) DAS Buch deiner Jugend?
Harry Potter von J. K. Rowling, ganz klar. Habe ich mit 11 zu lesen begonnen - und mich tierisch geärgert, als ich einsah, dass ich keinen Hogwarts-Brief bekommen würde. Ich habe die Bücher wirklich verschlungen, teilweise die ganze Nacht mit Taschenlampe unter der Decke gelesen, trotz Schule am nächsten Tag. Ich war verzaubert!
5.) Wenn du Bücher verschenkst, sind es dann solche, die du selbst gelesen und gemocht hast?
Nicht immer, das kommt auf den/die zu Beschenkende/n an. Mein Freund liebt beispielsweise Science Fiction, was nicht so meins ist. Daher erkundige ich mich meist bei SF-LeserInnen, was gut ist und ihm gefallen könnte. Wenn ich aber weiß, dass jemand einen ähnlichen Geschmack hat wie ich oder haben könnte, dann schenke ich auch gern, was mir persönlich schon gefallen hat.
6.) Das Angebot: 1.000 € für alle deine Bücher - ja oder nein?
Ich glaube, meine Bücher wären mehr wert, daher: nein.
7.) Nach welchen Kriterien nimmst du in der Buchhandlung Bücher aus dem Regal?
Wenn ich nichts Bestimmtes suche, sondern nur stöbere (was selten geworden ist), dann schaue ich nach einem ansprechenden Cover, das irgendwie anders ist und frei von Kitsch und Klischees. Dabei habe ich schon gute wie schlechte Erfahrungen gemacht.
8.) Deine drei Lieblingsbücher?
Waah, nur drei? Okay ... hm, ich sage mal spontan: "The Name of the Wind" von Patrick Rothfuss, weil es das Buch mit der wunderschönsten Sprache ist, das ich je gelesen habe und eine Art Harry Potter für Erwachsene, die "Sternenkrone" Reihe von Kate Elliott weil es - was selten in Fantasy ist - viele starke weibliche Hauptfiguren enthält und historisch sehr gut recherchiert ist und "Fool on the Hill" von Matt Ruff, weil es einfach cool und abgedreht ist.
9.) Gibt es ein Buch, das du richtig hasst? Wenn ja, warum?
Ich finde Bücher von Günter Grass so richtig schrecklich bis hin zu abstoßend. Ich bin ohnehin kein Fan der (Nach-)kriegsliteratur, aber bei Grass' Werken rollen sich mir von der Sprache bis hin zum Plot die Fußnägel hoch.
10.) Von welchem Genre besitzt du am meisten Bücher?
Fantasy, gefolgt von Klassikern. Ich brauche einfach meine Portion Eskapismus. ;)
11.) Sind deine Bücher sortiert? Wenn ja, wonach?
Ich bin ein Buchregalmessi. Teilweise stehen nichtmal Trilogien ordentlich nebeneinander, aber ich gelobe Besserung. Vielleicht sollte ich auch mal nach Farbe sortieren?
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| Bilder von meiner lieben Freundin und Fotografin Kristina Schippling, nach einer Idee von und mit mir |
Und nun meine 11 Fragen an die Getaggten:
1) Wenn dir die ersten 100 Seiten eines Buches gar nicht gefallen, liest du es dennoch weiter?
2) Wie viele ungelesene Bücher stapeln sich bei dir?
3) Mit welchem Buchcharakter würdest du gern mal einen Kaffee/Tee/Wein trinken gehen und warum?
4) Welches Buch hast du am häufigsten gelesen?
5) Wie sieht dein Lesezeichen aus?
6) Wenn du für einen Tag in ein Buch steigen und in der Geschichte, der Welt des Buch leben könntest - welches würdest du wählen und warum?
7) Wolltest du selbst schonmal ein Buch schreiben?
8) Hörst du Musik beim Lesen oder brauchst du Stille?
9) Stört es dich, wenn dir jemand von einem Buch, das du noch nicht zu Ende gelesen hast, eine dramatische Wendung verrät?
10) Welches Buch sollte man deiner Meinung nach mal in der Schule durchgenommen haben?
11) Verrate mir ein Buch, das für dich ideale Sommerlektüre an einem Meeresstrand wäre und eines, das zu einem kalten Winterabend vor dem Kamin passt.
Ich tagge:
Prusse - Bibliomanie
Flauscheglitzerwelt
Athena
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Sonntag, 16. Juni 2013
Haare im Juni - Haarseife selbstgesiedet
Haarseife kann ein teures Vergnügen werden - ein Stück kostet oftmals 5-10 Euro und ob man wirklich damit zurecht kommt, weiß man ja auch nicht so genau, sodass man vielleicht erstmal mehrere Exemplare durchprobieren muss, bis man das Richtige gefunden hat.
Und was macht die DIY-begeisterte Studentin, die zudem chronisch pleite ist? Sie beginnt einfach, ihre Seife selbst zu sieden. Ich habe auch schon Körper- und Handseife gesiedet, sodass es gar nicht so schwierig war. Bei den enthaltenen Ölen habe ich mich zum einen an der gekauften Haarseife orientiert, die für mich schon gut funktioniert hat, zum anderen an Ölen, die meine Haare auch allgemein sehr mögen. Enthalten sind nun: Olivenöl, Mandelöl, Traubenkernöl, Rizinusöl, Kokosöl, außerdem etwas Henna, ein Parfumöl, ätherisches Basilikumöl (soll sich positiv auf Haarwachstum auswirken), Brennesselsud (gut für die Haare) und natürlich NaOH, die Überfettung beträgt 5 %.
Ich habe die Seife etwas zu früh ausgeformt, daher war sie noch zu weich und ich habe die Form zerstört, aber nunja - sie muss ja nicht schön aussehen, sondern gut wirken! Einen Monat darf sie nun noch reifen und dann wird angewaschen. Ich hoffe sehr, dass sie für meine Haare funktioniert, da ich gleich 6 Stücke gemacht habe (wobei ich aber sicher noch das ein oder andere im aufgeschlossenen Bekanntenkreis verteilen werde). Sie duftet kräuterig mit einem süßen Unterton, fast schon ein bisschen zu stark, aber ich denke, das gibt sich in der Reifezeit noch.
Bezahlt habe ich für die Rohstoffe übrigens so um die 9 Euro (wobei ich eigentlich fast alles schon im Haus hatte), also ungefähr 1,50 Euro pro Seifenstück.
Ansonsten tut sich an der Haarfront gerade nicht so viel - ich habe mal wieder 0,5 cm getrimmt und so diesen Monat nicht viel Länge dazugewonnen. Dafür gab es aber auch mal wieder eine schöne Hennasitzung und jetzt leuchten meine Haare in der prallen, hellen Sonne kräftig rot, während sie im indirekten Licht höchstens rötlich schimmern und ansonsten dunkel erscheinen, was ich irgendwie toll finde - 2 Haarfarben in einer quasi. Wegen des heißen Wetters bin ich jetzt endlich mal wesentlich konsequenter im Hochstecken der Haare, was sich sofort bemerkbar macht: ich habe viel weniger Spliss. Wenn das so bleibt, wird die nächsten 3 Monate nicht getrimmt.
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| Haarfarbe wechselt ja nach Licht - Wechsel nach Stimmung wäre aber auch toll ;) |
Sonntag, 9. Juni 2013
Greenwashing - Naturkosmetik und Co
Greenwashing bezeichnet eine inzwischen bei vielen Unternehmen gängige PR-Methode, sich oder bestimmten Produkten ein grünes, umweltfreundliches Image zu geben - was in der Regel von der Realität abweicht. Die einen behaupten hierbei, sie würden fair handeln, sich aktiv für Umweltschutz einsetzen, sich gegen Welthunger engagieren etc. Die anderen tun so, als wären ihre Produkte aus natürlichen und hochwertigen Inhaltsstoffen. McDonalds beispielsweise hatte angekündigt, die rote Fläche im Firmenlogo solle grün werden - aus Respekt vor der Umwelt. Leider ist das auch das einzige Zugeständnis an ebenjene, denn neben unheimlich viel Verpackungsmüll und unerträglichen Zuständen in der "Fleischproduktion" des Megakonzerns gibt es noch zahlreiche andere Baustellen, die alles andere als Respekt der Umwelt gegenüber zeigen. Auch Stromkonzerne und Autohersteller geben sich gern einen grünen Anstrich, um von den massiven Umweltbeeinträchtigungen, die sie verursachen, abzulenken.
Auch bei Naturkosmetik wird unheimlich viel Greenwashing betrieben. Dass Chemiehaarfarben mit "natural beauty" oder anderen Schlagwörtern werben, lässt mich nur mit den Augen rollen und ich denke, auch die wenigsten Verbraucher fallen bei so offensichtlichen Tricks herein: es ist bestimmt nicht der tolle, ausgelobte Avocado-Extrakt, der die Haare hellblond färbt, sondern Wasserstoffperoxid. Wenn allerdings groß das Wort "Bio" auf der Verpackung steht und Bilder von grünen Pflanzen ebenjene zieren, kann man schonmal auf falsche Schlüsse kommen. Ist da wirklich, wie auf der Verpackung zu sehen, dass tolle teure Mandelöl drin oder doch - wie nicht selten bei konventioneller, auch sehr teurer Kosmetik - irgendein billiges Erdölprodukt? Klar - wer sich auskennt, wird mit einem Blick auf die INCIs feststellen, ob er wirklich Naturkosmetik in der Hand hat oder nicht (oder man sucht bei codecheck.info). Auch kann man nach einem Label suchen, dass NK zertifiziert, aber derer gibt es viele (BDHI, Na True, Ecocert) und die Anforderungen sind nicht einheitlich. Vergessen sollte man dabei auch nicht, dass so eine Zertifizierung mitunter sehr teuer ist und nicht jedes kleine Unternehmen, das durchaus Naturkosmetik produziert, sich eine solche leisten kann oder will.
Letztlich hilft nur, sich zu informieren und nicht blenden zu lassen von Worten, Bildern und Versprechungen. Ein bisschen Recherche zeigt meist schnell, welche Kosmetik natürlich ist, welche allenfalls naturnah und welche weit entfernt von der Natur. Firmen wie Yves Rocher oder The Body Shop schreiben viel von wegen "von der Natur inspiriert", aber mehr als Inspiration steckt bei den meisten ihrer Produkte auch nicht dahinter. Darin sind vielmehr beispielsweise aggressive Tenside, die die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen (SLS zum Beispiel).
Lush setzt auf eine Werbung, die suggeriert, dass die handgemachten Produkte hochwertige, natürliche und nicht umweltschädigende Inhaltsstoffe enthalten - und kann dieses Versprechen keineswegs immer halten. Neben den ebenfalls oftmals scharfen Tensiden, sind auch Stoffe wie EDTA enthalten, dies wird in der Kläranlage nicht gut abgebaut und löst aus den Sedimenten von Flüssen und Seen giftige Schwermetalle. Auch haben die Lush-Seifen eigentlich nichts mit handgesiedeten Seifen gemein.
Manche Firmen fahren zwar ein ähnlich naturnahes Konzept wie Lush, gehen aber offener damit um, dass sie nicht nur Stoffe verwenden, die für Naturkosmetik geeignet sind und auch warum sie so handeln - Heymountain beispielsweise.
Letztlich ist natürlich auch okay, Produkte zu kaufen, die keine Naturkosmetik sind - nur sollte man ebenjene auch als solche ohne Weiteres erkennen können.
Auch bei Naturkosmetik wird unheimlich viel Greenwashing betrieben. Dass Chemiehaarfarben mit "natural beauty" oder anderen Schlagwörtern werben, lässt mich nur mit den Augen rollen und ich denke, auch die wenigsten Verbraucher fallen bei so offensichtlichen Tricks herein: es ist bestimmt nicht der tolle, ausgelobte Avocado-Extrakt, der die Haare hellblond färbt, sondern Wasserstoffperoxid. Wenn allerdings groß das Wort "Bio" auf der Verpackung steht und Bilder von grünen Pflanzen ebenjene zieren, kann man schonmal auf falsche Schlüsse kommen. Ist da wirklich, wie auf der Verpackung zu sehen, dass tolle teure Mandelöl drin oder doch - wie nicht selten bei konventioneller, auch sehr teurer Kosmetik - irgendein billiges Erdölprodukt? Klar - wer sich auskennt, wird mit einem Blick auf die INCIs feststellen, ob er wirklich Naturkosmetik in der Hand hat oder nicht (oder man sucht bei codecheck.info). Auch kann man nach einem Label suchen, dass NK zertifiziert, aber derer gibt es viele (BDHI, Na True, Ecocert) und die Anforderungen sind nicht einheitlich. Vergessen sollte man dabei auch nicht, dass so eine Zertifizierung mitunter sehr teuer ist und nicht jedes kleine Unternehmen, das durchaus Naturkosmetik produziert, sich eine solche leisten kann oder will.
Letztlich hilft nur, sich zu informieren und nicht blenden zu lassen von Worten, Bildern und Versprechungen. Ein bisschen Recherche zeigt meist schnell, welche Kosmetik natürlich ist, welche allenfalls naturnah und welche weit entfernt von der Natur. Firmen wie Yves Rocher oder The Body Shop schreiben viel von wegen "von der Natur inspiriert", aber mehr als Inspiration steckt bei den meisten ihrer Produkte auch nicht dahinter. Darin sind vielmehr beispielsweise aggressive Tenside, die die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen (SLS zum Beispiel).
Lush setzt auf eine Werbung, die suggeriert, dass die handgemachten Produkte hochwertige, natürliche und nicht umweltschädigende Inhaltsstoffe enthalten - und kann dieses Versprechen keineswegs immer halten. Neben den ebenfalls oftmals scharfen Tensiden, sind auch Stoffe wie EDTA enthalten, dies wird in der Kläranlage nicht gut abgebaut und löst aus den Sedimenten von Flüssen und Seen giftige Schwermetalle. Auch haben die Lush-Seifen eigentlich nichts mit handgesiedeten Seifen gemein.
Manche Firmen fahren zwar ein ähnlich naturnahes Konzept wie Lush, gehen aber offener damit um, dass sie nicht nur Stoffe verwenden, die für Naturkosmetik geeignet sind und auch warum sie so handeln - Heymountain beispielsweise.
Letztlich ist natürlich auch okay, Produkte zu kaufen, die keine Naturkosmetik sind - nur sollte man ebenjene auch als solche ohne Weiteres erkennen können.
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